Ab ins Ausland – mit einem Stipendium

2. Juli 2009 von Yvonne Raßbach

Die innere Stimme der Studierenden sagt „Ja!“ zu einem Auslandsaufenthalt, während der Geldbeutel eher schlapp macht. Aber Studenten müssen nicht wegen der Finanzen auf die Auslandserfahrung  verzichten: Es gibt Förderungen.

Jedes Jahr wagen sich zahlreiche Studierende der Hochschule Darmstadt ins Ausland, um sich dort für ein Semester einzuschreiben oder ein Praktikum zu absolvieren. Circa 100 von ihnen beantragen Förderungen von der Hochschule. Betreut werden die Studenten der h-da in Sachen Stipendien vom Referat Internationalisierung.

Möchte ein Student an einer Partnerhochschule mit ERASMUS-Kooperation studieren, zum Beispiel in Schweden, so kann er 200 Euro im Monat erhalten. Bei einem Praktikum sogar 400 Euro. ERASMUS ist ein Förderprogramm der EU für das Studieren im europäischen Ausland. Die Förderung ist unabhängig vom Einkommen der Eltern, so Lucia Koch, Leiterin des Referats Internationalisierung der h_da. Der jeweilige Fachbereich entscheidet, wer ein Stipendium bekommt.  Dies hängt von der Studienleistung des Bewerbers ab. „Es gibt viel mehr Möglichkeiten als genutzt werden“, sagt Lucia Koch.

Ins Ausland trotz Bachelor?

Manche Studenten meinen nicht ins Ausland gehen  zu können, weil der Bachelor zeitlich so straff organisiert ist. Doch es gibt durchaus Partnerhochschulen, die das Studienangebot und die gleichen Fächer abdecken. Diese Informationen finden die Studenten im Internet direkt auf der Homepage der einzelnen Partnerhochschulen. Ein Auslandsemester an einer Hochschule kann angerechnet werden.

Andere Studenten nutzen das im Bachelor integrierte zwölfwöchige Praxissemester in einem  ausländischen Unternehmen, um Erfahrungen zu sammeln. Selbst die Abschlussarbeit des Bachelors können Studenten im Ausland schreiben.

Auslandserfahrungen erhöhen später die Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Wichtig ist, dass man sich rechtzeitig um einen Platz kümmert. Der erste Ansprechpartner ist der oder die Auslandsbeauftragte des Fachbereichs oder Studiengangs. Hier erfahren Interessierte, ob die Studienleistungen der ausgewählten Partnerhochschule anerkannt werden.

Die h_da unterhält Beziehungen zu mehr als 100 Hochschulen im In- und Ausland. Der Antrag sollte frühzeitig bei der Hochschule im Ausland gestellt werden, denn die Fristen sind unterschiedlich lang. Sie können in Europa drei Monate oder jenseits des Atlantiks im extremen Fall bis zu 14 Monate betragen.

Die Zeit im Ausland lohnt sich aber in jedem Fall. „Ich würde einen Auslandsaufenthalt jedem empfehlen, weil er über das weitere Leben entscheidet“, sagt Lucia Koch.  Die Studenten lernen in einem fremden Land Herausforderungen zu bewältigen. Das kommt bei den Firmen gut an. Ein Auslandsaufenthalt ist also nicht nur eine besondere Erfahrung, sondern erhöht auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Tags: , ,

Eine Reaktion zu “Ab ins Ausland – mit einem Stipendium”

  1. Meike M.

    Wer ehrenamtlich engagiert ist, sollte zudem ein Stipendium einer der großen politischen oder kirchlichen Stiftungen in Betracht ziehen, bei denen man für einen Auslandsaufenthalt zusätzlich Auslandsförderung beantragen kann (hab ich auch gemacht). Auch ohne 1 vorm Komma im Abi-Zeugnis ist es durchaus realistisch, an so ein Stipendium heranzukommen - wenn man sich im überdurchschnittlichen Maße für die Gesellschaft engagiert (wobei die Noten in Schule und Studium natürlich schon gut sein sollten). Nicht abschrecken lassen vom Papierkrieg und von den geringen Aufnahmezahlen. Mehr als abgelehnt werden kann man nicht. Mehr Infos dazu auf der Website, die ich angegeben habe :-)

Einen Kommentar schreiben

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (17 Bewertungen, Durchschnitt: 4.65 von 5)
Loading ... Loading ...

 

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken