Und was kommt nach der h_da?

2. Juli 2009 von Katrin Berghöfer

Die Karriereleiter hinaufOb Praktika, Volontariat, Arbeitsplatz oder der Weg in die Selbstständigkeit: Im Career Center wird dir geholfen.

Bald beenden die diesjährigen Diplomanden-, Bachelor- und Masterabsolventen ihre Arbeiten und verlassen die Hochschule Darmstadt, um in die Berufswelt aufzubrechen. Dieser Lebensabschnitt ist für die meisten Studierenden etwas ganz Neues. Oft haben sie keinerlei Erfahrungen mit Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgesprächen oder der Kommunikation mit Firmen. Sie werden regelrecht ins kalte Wasser geworfen. Doch verzweifeln müssen sie trotzdem nicht.

Helfen kann das Career Center. Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles um die Karriere der Studierenden nach dem Studium. Sebastian Everling, Leiter des Career Centers der Hochschule Darmstadt, erklärt: „Wir wollen mit unserem Service die Studierenden auf den Arbeitsmarkt oder die Selbstständigkeit vorbereiten. Unsere Angebote sind kostenlos für die Studierenden der h_da. An der Technischen Universität gibt es so etwas gar nicht.“

Diesen Vorteil sollte man doch nutzen. Allerdings sei das Career Center, sagt Everling, noch nicht so bekannt und viele Hochschüler wüssten gar nicht, dass solch ein Service existiert. Jährlich verlassen über 1000 Absolventen die Hochschule. „Im März waren es knapp 70 Studierende, die mit dem Career Center in Kontakt getreten sind. Es muss sich einfach mehr herumsprechen, was wir eigentlich machen und das unser Service eine gute Unterstützung für den Weg in den Arbeitsmarkt ist“, sagt Sebastian Everling.

Dass es nicht immer einfach ist, einen Arbeitsplatz zu finden, weiß wohl jeder. Kein Studiengang bietet die Garantie, eine Stelle im angestrebten Beruf zu finden. Waren früher eher Betriebswirte gefragt, sind es heute die Techniker, die gute Chancen auf einen Arbeitsplatz direkt nach dem Studium haben. Laut Everling ist es aber nie vorhersagbar, welche Studiengänge bessere Berufschancen haben als andere, da es keine genauen Statistiken gebe. Vor allem durch die weltweite Wirtschaftskrise könne man keine Angaben mehr machen.

„Eigeninitiative ist das A und O. Wenn man während des Studiums sein Fach als Nebenjob ausführt, hat man bei dieser Firma schon mal einen Fuß in der Tür. Genauso ist es auch mit dem Berufspraktischen Semester oder als Werkstudent. Je mehr Kontakte man frühzeitig knüpft, desto mehr Chancen hat man, einen Arbeitsplatz zu finden.“

Wie hilft das Career Center?

Mit Infoveranstaltungen, in denen erklärt wird, wie man sich richtig bewirbt und gute Kontakte knüpft. Es wird auch erläutert, was ein Arbeitgeber eigentlich von den Studierenden wissen will und was man selbst über den Arbeitgeber wissen sollte. So kann man im Bewerbungsgespräch souverän antworten.

Mit Workshops, in denen man Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung bekommt. Sie gehen noch tiefer als die Infoveranstaltungen, da auch besprochen wird, wie man sich selbst am Besten vermarktet. Wie der Arbeitsmarkt für Akademiker/innen eigentlich aussieht und wie Arbeitgeber ihre Arbeitnehmer aus den vielen Bewerbern aussuchen.

Mit der Firmenkontaktmesse „Meet“, die jährlich Ende Oktober an der Hochschule stattfindet. Personalsuchende Firmen aus ganz Deutschland bauen ihre Messestände auf und geben den Studierenden die Möglichkeit, sich vorzustellen und Kontakte zu knüpfen.

Mit dem „JobPortal“ auf der Internetseite des Career Centers. Unternehmen stellen ihre Jobangebote ein, als Bewerber kann man eine Jobsuche aufgeben. Hier findet man Praktikantenstellen, Volontariate, Werkstudentenplätze und vieles mehr.

Mit dem Gründerstammtisch, bei dem verschiedenen Referenten ihren Erfahrungen schildern. Diese Veranstaltung ist sehr interessant für diejenigen, die sich nach dem Studium selbstständig machen wollen.

Mit Assessement-Center und Bewerbungstraining. Die Studierenden können in Simulationen eines Bewerbungs- oder Teamgespräches ihre Persönlichkeits-, Sozial-, Methoden- und Unternehmerkompetenzen herausfinden und trainieren.

Die Termine für die oben genannten Veranstaltungen kann man auf der Internetseite des Career Centers einsehen: www.h-da.de/career.

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Eine Reaktion zu “Und was kommt nach der h_da?”

  1. Andreas

    Neulich sagte ein Dozent, wir hätten teilweise einen schlechten Ruf, weil man unserer Hochschule vorwerfe, PR und Journalismus zu vermischen. Nun, ist auch nicht ganz falsch, wenn ich im Campusmagazin stöber.
    Der text hier ist z.B. Hochschul-PR. Klar, auch Nutzwert für den Leser/Studenten, aber irgendwie fehlt mir im gesamten Campusmagazin mal wirklich kritische Auseinandersetzung mit der Hochschule. So ist z.B. auch der Lernplatt-Form Artikel statt (berechtigter) Kritik eher “hurra for moodle” und das hier könnte auch auf der h_da-Seite als Presse-Info stehen.

    Ich weiß nicht, inwiefern die Autoren diesen (dann bequemen) Weg gegangen sind, oder inwiefern sie dazu gebracht wurden, aber ich hätte mir kritischere Auseinandersetzung mit der eigenen Hochschule gewünscht.

    Aber gut… Die Hand die einen füttert…

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